Freitag, 26. August 2016

Sonnenhut

Besonders schön finde ich die Sonnenhutblüten die jetzt im Altweibersommer den Garten erhellen. Ich habe heute welche abgeschnitten und zusammen mit Schilfblüten in eine Glasvase gestellt und nun erhellen sie den Wohnbereich mit ihren gelben Köpfen.


Bei den Zwetschken auf dem Markt konnte ich gestern nicht wiederstehen und zuhause haben mein Mann und ich einen Zwetschkenfleck gebacken.
Für Morgen in der Früh haben wir einen gemeinsamen Flohmarktbesuch geplant und ich freu mich schon darauf :)
 

Ich wünsche euch ein sonniges Wochenende!

Dienstag, 23. August 2016

Rezension: Naturseifen selbst sieden

Gerade zur richtigen Zeit, kam dieses Buch gestern mit der Post :)
Ich finde es ungemein spannend etwas selbst herzustellen... zu experimentieren... vorallem etwas sehr sinnvolles....
Seifen!
 
Das Seifensieden hat eine lange Geschichte: Das erste Seifenrezept wurde in Keilschrift aufgeschrieben. Pottasche und zumeist Tierfette oder Öle wurden damals zu Seife verkocht.
Früher war es ein ganz normaler Ablauf, dass die Hausfrauen ihre Seifen für den Eigenbedarf selbst siedeten und es gab den Beruf des Seifensieders. Denn Seife wurde nicht nur für die körperliche Hygiene benötigt, sondern man putzte und wusch auch die Wäsche (Kernseifen und Schmierseifen) damit. Zu Beginn des 19.Jahrhunderts fing die industriell Produktion von Seifen an, da die Nachfrage sehr rasch stieg.

Heute hat sich ein Trend zu traditioneller schonend von Hand gerührter Naturseife herausgebildet.
Die Herstelllung aus hochwertigen Ölen, mit individuellen Düften und Zugabe von Kräutern erfreut sich immer größerer Beliebtheit.
Die Menschen möchten wieder wissen, was in ihren Pflegeprodukten drinnen ist. Frei von chemischen Zusätzen und Haltbarmachern, wird von Hand gefertigte Naturseife immer mehr geschätzt und das Angebot an Naturseifen steigt genauso rasch an wie die Nachfrage danach.


Und genauso verschrieb sich Ingeborg Josel aus der Kunst des Seifensiedens. Sie betreibt eine kleine, aber feine Seifenmanufaktur im oberösterreichischen Almtal. Darüber hinaus bietet sie im Seifenladen in Graz neben den kosmetischen Rohstoffen auch Selbermacherkurse zum Thema Naturkosmetik und Seifensieden an.
 (www.inges-seifenmanufaktur.at)

"Was der Garten hergibt, wird von mir und meiner Familie verarbeitet. Da weiß ich genau was drin bzw. dran ist...
Eine von Hand gesiedete Naturseife ist in unserer schnelllebigen Konsumgesellschaft, in der man sich ja beinahe alles rund um die Uhr kaufen kann, eine neue Form von "Luxusgut".

In ihrem Buch "Naturseifen selbst gemacht"
präsentiert Frau Josel, ausgehend von den Grundprodukten, Schritt für Schritt den Weg zur fertigen Seife.
Rund fünfzig Seifenrezepte mit unterschiedlichen Duft- und Wirkstoffen werden vorgestellt, wobei die Eignung der einzelnen Seifen für den jeweiligen Hauttyp thematisiert wird.
Die Herstellung spezieller Seifen, wie Kern-, Salz-, Haar-, Peeling- oder Bierseife, steht genauso im Mittelpunkt wie Ideen einer Seifenrestl- Verwertung. 

Fazit:
Sehr ausführlich und überschaulich mit vielen Abbildungen erklärt die Autorin die einzelnen Schritte des Seifensiedens. Es werden die Arbeitsmaterialien, Zutaten (Öle, Fette, Farb- und Duftstoffe) und vorallem der sichere Umgang mit Natriumhydroxid= NaOH= Seifenstein gut erklärt und dargestellt.

Sehr neugierig machte mich die elegante Idee und das Rezept einer Seifenrestl-Verwertung... das sogenannte "Duschschmusi".
 Eine Anleitung für eine fluffig-cremige Duschseife aus Naturseifenreste.

Man nehme:

*1Teil fein gersaspelte Naturseife
(ich verwendete Reste von einer handgesiedeten Seidenseife)
* 1 Teil (Pflanzen-) Wasser
(ich verwendete Schokominzentee)
* 2 Teile Öl nach Wahl 
(ich verwendete Olivenöl)
*eventuell ein paar Tropfen ätherisches Öl nach Wahl 
(ich verwendete ätherisches Pfefferminzöl)

Die Seifenraspel gemeinsam mit Wasser erwärmen und auflösen.
Dann die Masse mit dem Öl so lange mixen, bis eine fluffige Masse entstanden ist.
Den Duft nach Wahl dazugeben.
Bei der geringen Menge, die ich herstellte, brauche ich, bei einem raschen Verbrauch, an eine Konservierung nicht denken!



Die Herstellung war sehr einfach und wie Schlagobersschlagen :)
Mein Duschschmusi wurde beim Seifenschmelzen am Anfang dunkelbraun gefärbt... dies statmmte wohl von der lila Farbe in der Seife... nach dem Aufschlagen mit Öl verwandelte sich das unansehliche Braun in ein schönes, cremiges Braun...was auch zum Schokominzenduft passte :)

Naturseifen selbst sieden
von Ingeborg Josel
IBN 978-3-7020-1476-6
www.stocker-verlag.com

Ein herzliches Dankeschön an den Leopold Stocker Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!     

Sonntag, 21. August 2016

Salbeiherz

Ich kann gar nicht beschreiben wie erleichtert und dankbar ich bin wieder zu Hause zu sein!

Die letzten drei Wochen waren nicht einfach für mich, aber ich bin zuversichtlich, dass es mit meiner Gesundheit wieder bergauf geht!

Das Katertier hat mich wohl auch vermisst :)


Am liebsten verbringen wir die Zeit auf der schattigen Terasse.

Gemeinsam mit meiner Tochter habe ich gestern Salbeiherzen gebastelt:
Dafür rollt man einzelne Salbeiblätter zusammen und spießt sie auf einen Draht auf.Anschließend biegt man den Draht mit den Röllchen zu einem Herzen.




Montag, 15. August 2016

Positive Gedanken

Gestern bin ich leider nur ganzen Tag im Krankenhausbett herumgelegen, da mein Kreislauf mehrmals schlapp machte...aber kein Wunder, bei der rasanten Medikamenteneinstellung...und ständig wird einem gesagt, dass die Situation jederzeit lebensedrohlich werden könnte...

Ich habe das Glück, dass ich neben einer großen Fensterfront liege, wo man das Fenster weit aufmachen kann. Als es gestern dämmrig wurde,war das Fenster weit geöffnet und ein starker kühler Luftzug wehte die weißen langen Vorhänge hoch in den Raum bis über mein Bett... 
Automatisch habe ich mir vorgestellt, ich liege  auf einem Segelboot irgendwo am Meer...
Sofort war er da, der wohlig riechende Geruch des Meeres, der Geschmack des Salzes in meiner Nase, der angenehme frische Wind auf meiner Haut und eine schier unendliche Weite...

Das erste Mal an diesem Tag, dass ich mich frei und ohne Angst gefühlt habe. 
Mit diesen positiven Gedanken bin ich dann auch eingeschlafen...

...und diese positiven Gedanken sind auch geblieben :)

Foto:

Sonntag, 14. August 2016

Buchrezension: Der Regenwurm ist immer der Gärtner


Die Autorin Amy Stewart schrieb schon mehrere preisgekrönte Bücher über die Tücken und Freuden der Natur.Sie lebt in Kalifornien, wo sie mit ihre Mann ein Antiquariat betreibt
und eine Horde Hühner hält.
 Amy Stewart ist eine leidenschaftliche Gärtnerin und lässt ihrer Entdeckerfreude freien Lauf, buddelt und experimentiert und interessiert sich besonders für Regenwürmer. Sie sucht dazu Experten auf und reist zum weltweit einzigen Wurmmuseum.

https://www.oekom.de/fileadmin/buecher/pressebilder/Titel_Stewart_Regenwurm_fb.jpg

"Wenn ich so auf einem Fleckchen Erde stehe und darüber nachdenke, was sich unter meinen Füßen alles abspielt, dann bin ich damit nicht allein. Gärtnerinnen und Gärtner sind von Natur aus neugirieg; wir sind Entdecker; wir drehen gern ein Stück Holz um oder ziehen Pflanzen aus den Wurzeln heraus, um zu sehen, was da unten alles los ist.
Die meisten Gärtner die ich kenne, interessieren sich durchaus für Regenwürmer, so wie ich, für die Arbeit die sie leisten, wie sie den Boden durchwühlen und neue Erde herstellen..." 

Der Regenwurm: Er bohrt, gräbt und mischt- hält damit im buchstäblichen Sinne die Welt zusammen.
Kaum einem anderen Tier verdanken wir Menschen so viel, denn erst reiche, lockere Erde ermöglicht das üppig wuchernde Grün unserer Gärten, Felder und Fluren.
Amy Stewart öffnet uns die Augen für ungeahnte Zusammenhänge.
 Ihr Buch ist eine Liebeserklärung an das Leben unter unseren Füßen- und eine Hommage an den großen Charles Darwin, der dem Regenwurm einen Großteil seines Forscherlebens widmete.
Zudem vermittelt sie Wissenswertes über die Bedeutung der Tiere im Öko-Landbau sowie über deren möglichen kommerziellen Einsatz, etwa in der Abfallverwertung.
Mit Hilfe eines Wurmkomposters oder Wurmkiste, deren Funktion Amy Stewart ausführlich beschreibt, möchte sie ihren Garten mit Wurmkompost fruchtbarer machen.


"Es darf bezweifelt werden, dass sich noch viel mehr solcher Tiere finden lassen,
die die Weltgeschichte eine derart wichtige Rolle gespielt haben wie diese einfach organisierten Lebewesen."
Charles Darwin, 1881


Übrigens, "Wurmforscher" werden auch Oligochaetologen genannt !


Mein Fazit:
 Schon als Kind habe ich Regenwürmer ausgebuddelt, auf meiner Hand betrachtet und zum Leidwesen meiner Mutter in einem Küberl mit auf den Balkon genommen :)
 Damals fand ich sie schon faszinierend und dennoch erahnte ich viel später was für eine wichtige Rolle die Würmer in unserem Ökosystem einnehmen.

 Eine wunderbare Natur-und Kulturgeschichte, mal hinreißend humorvoll und mal voller Ehrfurcht vor dem Leben erzählt.
Und wen ihr das nächste Mal auf einen Regenwurm trefft, dann schenkt ihm ruhig ein wenig mehr Aufmerksamkeit :)

 "Der Regenwurm ist immer der Gärtner"
von Amy Stewart
256 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-86581-731-0

Ein herzliches Dankeschön an den oekom- Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur  Verfügung gestellt hat.

Nachsatz: Leider verbringe ich die Zeit noch immer im Krankenhausbett...das heißt, viel Zeit zum Lesen!
Seid mir lieb gegrüßt und vielen herzlichen Dank für eure Genesungswünsche :)

Freitag, 12. August 2016

Duftiger Blumenkranz

Diesen Kranz habe ich schon vor fast 3 Wochen gebunden. Das Grundgerüst besteht aus weißem Labkraut. Dann habe ich noch Seifenkraut, Dost und Lavendel dazugesteckt.
Der Kranz verströmte einen herrlichen Duft, denn das Labkraut riecht nch Honig, das Seifenkraut leicht zitronig und Lavendel und Dost riechen auch einzigartig.
Denn Kranz hab´ich auf ein, mit Wasser benetztes,Teller gelegt.

 
Ich möchte mich aus ganzem Herzen bedanken, für alle die mir in den letzten Tagen so viel Mut gemacht haben! 
Ich hab´so viele aufbauende Kommentare und Mails bekommen - Danke- :)
 Ich lass´mich nicht unterkriegen!


Mittwoch, 10. August 2016

Zuversichtlich bleiben

2.8.2016: Jetzt liege ich da - eigentlich mehr sitzend - in diesem Krankenhausbett auf der Kardiologie.Schon seit ein paarTage bin ich hier.Eigentlich wollten sie am Montag nur den Herzschrittmacher kontrollieren. Eine junge Ärztin meinte, ich habe starke Herzrhythmusstörungen, trotz des Herzschrittmachers. Ich werde gebeten zu bleiben und werde gleich stationär aufgenommen. Sogleich werde ich vom Oberarzt untersucht. Sein Ergebnis: Eine erhebliche Linksherz- Insuffizienz. Er schlägt vor, sofort mit einer Herzinsuffizienttherapie zu beginnen.
In meinem Kopf sind so viele Fragen: Kann ich im September wieder arbeiten gehen? Wird mich diese chronische Erkrankung sehr einschränken? Ich hab´ doch noch so viel vor! Was muss ich tun, damit es mir wieder besser geht, oder was sollte ich nicht mehr machen? Ich rauche nicht, trinke nicht, ernähre mich halbwegs gesund. Konkret: Was erwartet mich und was habe ich für eine Lebenserwartung?  
Ich merke, wie mir diese Gedanken zusetzen. Ein anderer Arzt bemerkt es offensichtlich auch und schickt mir eine Psychologin vorbei. Ich kann mit ihr gut über meine Ängste sprechen. Aber dieses ungewisse Gefühl bleibt dennoch.In den nächsten Tagen werde ich an ein Langzeit-EKG angeschlossen (muss deshalb auf der Station bleiben vertreibe mir die Zeit mit Lesen und Fernsehen) und ich beginne Medikamente (Betablocker, ACE- Hemmer,) zu schlucken. Ich fühle mich (wahrscheinlich durch die Medikamente) müde und wirke sehr ruhig und gelassen. Am Wochenende darf ich dann von Samstag auf Sonntag nach Hause - Urlaub vom Krankenhaus! Als ich nach Hause komme, geht es mir kurz schlecht. In der vertrauten Umgebung kommt alles hoch... Ich genieße die Stunden zu Hause mit meiner Familie. 
8.8.2016: Jetzt liege ich da – es ist Montag, ich bin gestern Abend wieder zurück ins Krankenhaus gefahren. Morgen werde ich, wegen weiterer Untersuchungen, mit der Rettung in die Linzer Uniklinik gebracht.... 
10.8.2016: Viele Untersuchungen bestätigen die Diagnose. Die Linzer Ärzte sind sich einig, dass ich zusätzlich zur Therapie noch einen neuen Schrittmacher- und ein Defi-Implantat brauche. 
Ich brauche noch ein paar Tage um noch alles ein wenig sacken zu lassen und werde am Freitag nach Hause gehen. Denn in ein bis zwei Wochen wir dann die OP erfolgen.
   Die Ungewissheit bleibt, aber ich bin zuversichtlich. Denn wie Oskar Wilde so schön zitierte:


“ Am Ende wird alles gut
Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende!“ 



Ob es hier eine Blogpause gibt, weiß ich noch nicht...denn es hilft mir ungemein hier ein wenig zu schreiben und zu bloggen. Denn mit den Infusionen liege ich ziemlich viel im Krankenhausbett herum.