Sonntag, 13. Mai 2012

Kleine Kräuterkunde: Hollunder

               "Vor dem Holler zieh´ den Hut, denn der tut dem Körper gut!"
                               by Petra Klein
                    
Früher fand man beinah in der unmittelbaren Nähe eines jeden Hauses einen Hollerstrauch. Man pflanzte die Staude zum Schutz gegen böse Geister und gegen Blitzeinschlag ums Haus. Aber vorallem diente der Hollerstrauch als kleine "Hausapotheke". 
Man bereitete aus seinen Blüten einen schweißtreibenden und erkältungsvorbeugenden Tee zu. 
Bei Geschwüren oder Verletzungen legte man die gequetschten Blätter zusammen mit Spitzwegerich auf.
Und die gekochten Hollerbeeren als Kompott, Gelee oder Saft wirkten kräftigend für den ganzen Körper.

Ich freu´ mich schon auf die wohlriechenden Blütendolden, um einige Liter Hollersirup mit folgendem Rezept zu machen:

Circa 30 Hollunderblütendolden in einem Topf
 mit zwei Liter Wasser und zwei ungespritzen Zitronen 
zwei Tage (mit einem Geschirrtuch bedeckt) rasten lassen.
Danach durch ein Sieb abseihen und der Flüssigkeit zwei Liter Zucker und 10dag Zitronensäure hinzufügen.
Der Sirup wird nicht erhitzt, sondern man rührt solange bis der Zucker und die Zitronensäure sich vollständig aufgelöst haben. 
In Flaschen gefüllt und kühl und dunkel gelagert, ist der Sirup locker ein Jahr haltbar.

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