Samstag, 25. Oktober 2014

Filzwollreste kardieren



In den letzten zwei Jahren haben sich ganz schön viele (bunte) Filzwollreste gesammelt. Was tun damit?
Ich hab´mir von einer lieben Kollegin und Filzprofi :) eine Kurbelkardiermaschine übers Wochenende ausgeborgt.
Mit Hilfe der Kardiermaschine können Farben und Materialen, eben meine Filzwollreste, gemischt und aufkardiert werden. Für alle die Rohwolle selbst aufarbeiten wollen ist diese Maschine ein unverzichtbares Arbeitsmittel!
 Und ich war schon sehr fleißig :) ....denn es macht großen Spaß die Reste farblich zusammenzustellen, sie zu kardieren und tolle (neue) Filzvliesunikate zu bekommen.

Ganz links im Bild, neben der Kardiermaschine, seht ihr den getrockneten Fruchtstand der Weberkarde.
 Der Name Weberkarde leitet sich davon ab, dass sie dornenförmige, aber elastische Spitzen am getrockneten Fruchtstand besitzen. In früheren Zeiten wurden zahlreiche Fruchtstände längs durchbohrt und in einer Achse rotierend neben- und hintereinander montiert.Diese vermochten die Oberfläche von Woll- und Lodenstoffe aufzurauen, ohne sie zu zerreißen. Es wurde so eine flanellartige flauschige Oberfläche erzeugt. Früher wurden auch die abgeblühten Blütenköpfe der Karde zum Kämmen ungesponnener Wolle verwendet, um sie anschliessend besser spinnen zu können.
                                     Ich wünsch´euch ein kuscheliges Wochenende, Petra

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